MEDICA 2016: Die Gesundheit in der digitalen Hand halten

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

MEDICA 2016: Die Gesundheit in der digitalen Hand halten
MEDICA 2016: Die Gesundheit in der digitalen Hand halten
08.11.2016

Nummer Pressemeldung: 

28-2016
MEDICA 2016: Die Gesundheit in der digitalen Hand halten

Bei Krankenhausaufenthalten hinterlassen wir unzählige Patientendaten. Die Forscher des Fraunhofer IGD präsentieren auf der diesjährigen MEDICA in Düsseldorf eine Lösung, die dem Stationspersonal in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern erlaubt, alle Daten bei der Hand zu haben. So wird Zeit für die Patienten gewonnen.

(Rostock/Darmstadt/Graz) Die persönliche Pflege ist ein wichtiger Faktor, damit Patienten ein Krankenhaus geheilt verlassen oder sich in einer Pflegeeinrichtung wohl fühlen. Der Leistungs- und Zeitdruck im modernen Pflegewesen ist jedoch so hoch, dass die individuelle Betreuung darunter leiden kann. Einer der zeitaufwendigsten Faktoren ist das Erfassen, Auswerten und Weitergeben von Patientendaten innerhalb des Stationsteams. Insbesondere durch moderne, digitale Monitoringmöglichkeiten der Vitalfunktionen, zum Beispiel mit Smartwatches, und zahlreiche neue Untersuchungsformen sind diese in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsen.

„Wir sind uns sicher, dass in diesen Daten jede Menge Potenzial steckt, um die Pflege und Nachsorge der Patienten besser zu gestalten und das Stationspersonal zu unterstützen“, sagt Mario Aehnelt vom Fraunhofer IGD. Er und seine Forscher-Kollegen haben mit Health@Hand eine Informationszentrale geschaffen, die alle relevanten Daten einer Station eines Krankenhauses oder einer Pflegeeinrichtung für das Personal übersichtlich visuell zusammenfasst. Mit Health@Hand hat das Pflegeteam das Befinden seiner Patienten immer im Blick. Behandlungstermine, Medikamentenvergabe und auch so banale Dinge wie Reinigungsintervalle und Belegungskapazitäten lassen sich einfach und schnell planen beziehungsweise nachvollziehen.

Health@Hand kann als Informationszentrale mit allen Daten der Einrichtung interagieren und erfüllt zugleich alle hohen Standards an Sicherheit für diese sensiblen Informationen. Die Fraunhofer-Forscher sind überzeugt, dass auf diesem Wege notwendige Verwaltungs- und Übergabeaufgaben innerhalb einer Station deutlich schneller und reibungsloser erfolgen können. Die gesparte Zeit kommt den Patienten zugute. „Nicht nur, dass Health@Hand hilft den Überblick zu behalten und damit Fehler zu vermeiden, wir Patienten werden auch direkt davon profitieren“, sagt Aehnelt. „Das Pflegepersonal gewinnt hierdurch Freiräume, um individueller auf unsere Bedürfnisse einzugehen.“

Health@Hand wird vom 14. bis 17. November auf der diesjährigen MEDICA in Düsseldorf in Halle 15 Stand E05 vorgestellt.